# Abenteuer Zukunft

Niemand macht sich ja so einen richtigen festen Plan, aber so einige Gedanken kommen und gehen immer mal wieder, wie man später mit und für sein Kind sein möchte. Was man für eine Mami sein möchte. Die Strenge, die Konsequente, die Helikopter-Mami oder die Lockere. Manche möchten unbedingt die beste Freundin sein oder einfach nur der sichere Hafen.

Letzteres ist meine Vorstellung. Ich möchte, dass meine Tochter keine Angst hat zu mir zu kommen, wenn etwas schief gegangen ist und die Welt zusammenbricht. Ich möchte gern Ihre Zuflucht sein, ihre erste Anlaufstelle wenn’s brenzlig wird. Es soll für mich keine Rolle spielen was sie ausgefressen hat. Egal wie dramatisch es ist oder welche Konsequenzen folgen. Ich möchte nicht überreagieren oder vergessen, dass ich selbst mal ein Kind war. Dass ich selbst mal Käse gemacht habe oder einfach den „Coolen“ der Klasse gefolgt bin und das nicht immer der richtige Weg war.

Klar, muss man ab und an auch mal die Mutter und Autoritätsperson raus hängen lassen und schimpfen, das ist mir sehr wohl bewusst, aber meine Tochter soll trotz allem nie vergessen, dass ich ihr Rückendeckung gebe. Ich möchte gar nicht so eine super lockere Larifari – Mutter sein. Ich möchte nicht alles durchgehen lassen und jede Stresssituation nur weg lächeln. Ich möchte mich jedoch immer besinnen können erst richtig gut hinzuhören, wieso und weshalb etwas genau so gelaufen und passiert ist.

Ich finde, man sollte immer offen und ehrlich zu einander sein und sich nicht belügen müssen, sondern Verständnis für den anderen haben. Deswegen muss man nicht gleich die beste Freundin sein. Meine Tochter soll eine ganz tolle eigene beste Freundin haben und auch Geheimnisse mit Ihr teilen, die die Mutter vielleicht nicht immer wissen muss. So etwas ist auch ganz wichtig. Ich möchte mich nicht in Ihr Leben drängen, klammern, sie ständig ausfragen, paranoid und pedantisch werden.

Ich möchte auch nicht ständig unter Zeitdruck stehen und meine Tochter so nicht richtig wahrnehmen, auf der Weg zum Kindergarten hetzen oder ungeduldig werden wenn sie sooo viele Kleinigkeiten am Wegesrand entdeckt und Minutenlang begutachten möchte. Ich möchte geduldig sein und sie ihre eigene kleine Welt entdecken lassen. Sie darf mit Wasser pantschen und auch mit Modder kleckern und ich bleibe geduldig und freue mich für sie und ihre Unbeschwertheit.

Manchmal könnte ich schon jetzt auf der Stelle losheulen, wenn ich mir nur vorstelle, dass Ihr später etwas zustößt. Andererseits bin ich mir auch bewusst, dass wir sie zu dem Menschen machen, der sie dann ist. Wir brauchen also nicht nur Vertrauen in die Kleine, sondern auch in uns, dass wir das schon schaukeln werden, die besten Werte vermitteln und sie auf einen guten Weg schicken ein großartiger Mensch zu werden. Wir müssen einfach ein Team sein und zusammenhalten komme was wolle, ich denke darauf kommt es an.

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Autor:

Primär bin ich die Mami von Mara (06/2015) und dann auch noch, wenn etwas Zeit ist: Frau! Ich bin niemand der sich super modisch kleidet und ich kann mich nicht symmetrisch schminken. Ich fluche oft, verdammte scheiße, denn fluchen ist menschlich. Ich kann stundenlang über die Vor- und Nachteile von antiautoritärer Erziehung und Laissez-faire-Style sprechen. Ich weiß, dass ein „Sorbet“ ein Dessert ist und Trump ein labernder Eierkopf. Und manchmal, aber nur manchmal, bin ich ein bisschen traurig, weil es so unfair zugeht da draußen in der Welt. Ich schreibe über den alltäglichen Wahnsinn zwischen Kind, Kita, Job und anderer verrückter kunterbunter Dinge die uns vor die Füße fallen und auf dem Herzchen liegen.

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