# Abenteuer Urlaubswahl mit Kleinkind

Niemand hat sich wohl länger Zeit gelassen und getrödelt in Puncto-Ulaubsortwahl als wir. Wir haben so viel hin und her überlegt, so viel gelesen, geschaut, verglichen und wieder verworfen. So viel fast gebucht, drüber geschlafen und gecancelt. Wir sind soviel beklugscheissert und verbessert worden, mit Erfahrungen bombardiert und mit Reisewarnungen konfrontiert worden, dass wir am Ende einfach drauf gesch***en und Thailand gebucht haben. So!

Fast jeder aus dem näheren Umfeld guckt nur vorwurfsvoll, denkt sich seinen Teil, steuert ein “ Oh ehrlich? Wow mutig so mit Kleinkind“  hinzu und sagt nichts mehr. Wodurch leider auch die ehrliche Freude oder wenigstens das geheuchelte Interesse verloren geht. Keine Fragen zum „Wann?“, „Wohin genau?“, „Wie habt ihr euch das vorgestellt?“ oder „Wie lange fliegt Ihr?“ mehr kommen. Hmm…

Wieso machen sich immer alle Menschen Sorgen um ein Kleinkind in einem Flugzeug oder in einem fremden Land? Darf ich jetzt mit Kind nur noch für ein paar Tage zur Ostsee fahren um mich zu erholen? Darf man nicht in ein Land fahren dessen Kultur einen interessiert oder um dort schöne Erinnerungen zu sammeln? Überlebt das Kind es nicht, mal zwei Wochen einen verschobenen Rhythmus zu haben oder mal ausser der Reihe am Strand Mittag zu essen oder TV zu schauen im Flieger? Und was wird nur sein, wenn der Mittagschlaf ins Wasser fällt?

Ich selbst mache mir auch Gedanken um den Flug und wie alles kommen wird, allerdings hat es uns um ehrlich zu sein trotzdem nicht abgehalten diesen Thailand-Urlaub zu buchen. Die ganze Zeit des Zweifels war nur geprägt durch andere Leute, deren Meinung mir wichtig war. Ich wollte diesen Diskussionen aus dem Weg gehen und habe versucht es allen Recht zu machen.

Wir wollten schon viel teurere Urlaube buchen um einen gewissen Standard für Mara zu haben, wollten Aida fahren wegen des Ärzteteams an Bord und wir wollten auch „nur“ nach Gran Canaria fliegen um ihr diese lange Flugreise nicht anzutun.

Aber ganz ehrlich, andere Familien schaffen das doch auch. Wieso wir nicht? Organisation und gute Vorbereitung ist alles. Wenn man das gut plant, etwas voraus und um die Ecke denkt, wird es schon alles werden. Lieber zuviel als zuwenig einpacken ist immer eine gute Devise und den Rest werden wir schon schaukeln, ob 3 Stunden im Flieger oder 12 Stunden rumgebracht werden müssen – man kann das schaffen. Und Thailand liegt ja auch nicht hinter dem Mond. Man kann dort sicher auch einen Quetschie oder Ähnliches kaufen. Und wenn es Quetschies gibt, ist das Kind glücklich – um mehr geht es doch allen gar nicht. Ihr merkt schon, pädagogisch und bin ich ganz vorn dabei.

 

 

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Autor:

Primär bin ich die Mami von Mara (06/2015) und dann auch noch, wenn etwas Zeit ist: Frau! Ich bin niemand der sich super modisch kleidet und ich kann mich nicht symmetrisch schminken. Ich fluche oft, verdammte scheiße, denn fluchen ist menschlich. Ich kann stundenlang über die Vor- und Nachteile von antiautoritärer Erziehung und Laissez-faire-Style sprechen. Ich weiß, dass ein „Sorbet“ ein Dessert ist und Trump ein labernder Eierkopf. Und manchmal, aber nur manchmal, bin ich ein bisschen traurig, weil es so unfair zugeht da draußen in der Welt. Ich schreibe über den alltäglichen Wahnsinn zwischen Kind, Kita, Job und anderer verrückter kunterbunter Dinge die uns vor die Füße fallen und auf dem Herzchen liegen.

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