# Abenteuer Zähneputzen

Niemand steht wahrscheinlich total aufs Zähneputzen, aber was getan werden muss, muss eben getan werden.
Ja, das sollte mal jemand meiner Tochter sagen. Sie findet es nämlich grauenvoll.

Seit sie zwei oder drei Zähnchen bekommen hatte mit sieben Monaten, habe ich immer wieder regelmäßig ihre Zähne geputzt. Mal spielerisch, mal mit Zahnpasta und mal ohne und immer mal wieder hab ich sie auch allein auf der Zahnbürste herumkauen lassen um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass dieses komische Bürstending nichts schlimmes ist und eben leider zum Alltag dazugehört.
Keine Ahnung ob das zu viel oder zu wenig war, ich die falsche Zahnbürste besorgt habe oder die Zahnpasta nicht schmeckt:

Mara findet Zähneputzen total ätzend. Mit Zahnputzbüchern und Songs und auch ohne – Zähne putzen macht Ihr keinen Spaß und mir dementsprechend bei ihr auch nicht.

Es gibt immer mal bessere Tage, an denen sie den Mund ganz brav aufmacht und ich bin sofort guter Dinge, dass sie es jetzt endlich verstanden hat oder eben einfach resigniert, denn ein NEIN in Puncto Zähneputzen gibt es eben nicht. Und schwuppdiwupp ist am nächsten Morgen wieder alles vergessen und wir fangen wieder bei Null an. Das einzig Gute daran, dass dann Terror und Gebrüll herrscht ist, dass sie dann den Mund beim weinen schön aufmacht und ich putzen kann. Rabenmutter – ja ja…

Ich schiebe wie alle Eltern so oft, das ganze Rumgezeter aufs Zähne bekommen, aufs angeschwollene schmerzende und spannende Zahnfleisch. Aber das bleibt ja nicht für immer so. Der Grund wieso es nicht immer nur daran liegen kann ist, dass der Papa immer putzen darf. In aller seelen Ruhe und schön bedacht. Hmm, was mache ich falsch? Sonst klammert sie immer und überall nur an mir. Wenn ich da bin, sind alle anderen Luft. Ist so ein Mutter-Tochter-Ding denk ich – aber Zähneputzen darf ich nicht.

Wir benutzen zum Putzen die Nenedent ohne Fluorid Zahncreme. Da streiten sich, wie ich gelesen habe auch die Gelehrten ob man lieber Zahnpasta mit oder ohne Fluorid benutzen sollte.
Die Entscheidung ist recht einfach. Gibt man seinem Kind Vitamin D – Tabletten mit Fluorid (bspw. D-Fluoretten), lässt man es in der Zahncreme weg, so wie bei uns. Das Vitamin D ist zur Rachitisprophylaxe gut und wird meist im ersten Lebensjahr vom Kinderarzt verschrieben und wie bei uns auch in den dunklen Wintermonaten des zweiten Lebensjahres. Bekommt das Kind die normalen Vitamin-D Tabletten oder das Öl, kann man ruhig eine Fluoridhaltige Zahncreme nutzen. Experten raten nur nicht beides zu verabreichen um eine Überdosierung zu vermeiden, wobei das erst ab einer enorm hohen Menge passieren kann, also keine Angst. Komplett auf das Fluorid zu verzichten, wird nicht empfohlen, da es ein wesentlicher Bestandteil der Vorbeugung gegen Karies ist.
Naja und wenn mein Kind nicht das einzige ist, dass so schlecht Zähne putzt, dann doch lieber auf Nummer sicher gehen.

Habt Ihr Tricks die Kleinen fürs Putzen zu begeistern?

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Autor:

Primär bin ich die Mami von Mara (06/2015) und dann auch noch, wenn etwas Zeit ist: Frau! Ich bin niemand der sich super modisch kleidet und ich kann mich nicht symmetrisch schminken. Ich fluche oft, verdammte scheiße, denn fluchen ist menschlich. Ich kann stundenlang über die Vor- und Nachteile von antiautoritärer Erziehung und Laissez-faire-Style sprechen. Ich weiß, dass ein „Sorbet“ ein Dessert ist und Trump ein labernder Eierkopf. Und manchmal, aber nur manchmal, bin ich ein bisschen traurig, weil es so unfair zugeht da draußen in der Welt. Ich schreibe über den alltäglichen Wahnsinn zwischen Kind, Kita, Job und anderer verrückter kunterbunter Dinge die uns vor die Füße fallen und auf dem Herzchen liegen.

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