# Abenteuer Kindheit

Niemand kann sich wohl an absolut alles Tolle und Schöne in seiner Kindheit erinnern, was die Eltern für einen bereitet haben. Man vergisst eine ganze Menge von Unternehmungen oder von Aktivitäten die man als Familie unternommen hat. Man bekam nicht mit wie viel Herzblut, Zeit oder Geld die Eltern in diese ganzen Sachen damals gesteckt haben.
Was man aber definitiv nicht vergisst, ist das Gefühl der Kindheit.

Dieses magische Gefühl Kind zu sein.

Wie es sich angefühlt hat unbeschwert zu sein, locker und ohne Stress in den Tag zu starten. Wie fröhlich man oft singend zum Kindergarten gefahren wurde und wie toll man es dort fand einfach nur mit einem Springseil herumzulaufen und mit seinen Freunden zu spielen. Man hat einfach stundenlang Tunnel in Sandburgen gegraben oder diese mit Blumen dekoriert.

Auch zuhause hat man alleine draussen auf dem Hof gespielt, war bei Freunden oder war Ewigkeiten Fahrradfahren und hat total die Zeit vergessen. Plötzlich war es schon Zeit nach Hause zu gehen und Abendbrot zu essen.
Wir haben uns ständig vorgenommen eine Bude zu bauen oder haben uns Unterschlüpfe gesucht und diese Tagelang dekoriert um danach doch nicht darin zu spielen. Irgendwie konnten wir uns klasse alleine beschäftigen.

Ich persönlich kann mich allerdings auch nicht erinnern, dass meine Eltern jemals wirklich mit mir gespielt haben. Klar haben wir am Wochenende auch Ausflüge gemacht, waren schwimmen oder im Zirkus, aber so richtig am Tisch oder auf dem Boden sitzen und spielen oder etwas zusammen entdecken – sowas gab es nicht.
Meine Eltern haben mir trotzdem nicht das Gefühl gegeben, dass ich nicht geliebt werde. Es war eben nicht ihre Aufgabe den Entertainer zu spielen – wir haben uns selbst was ausgedacht.

Hatten wir Kinder mehr Fantasie damals oder sind wir als Eltern heute einfach anders?

Heute versucht man sich immer wieder aufs neue ein Bein auszureißen. Man versucht seinen Kindern einen Knaller-Tag zu bescheren. Man zaubert Aktivitäten und tolle Momente. Ich höre und sehe es immer wieder, wie Eltern den Kindern eine super Kindheit bescheren wollen und ihnen ein Kinderzimmer in passenden Pastelltönen zaubern.
Man bastelt hier und da, unternimmt was das Zeug hält, es gibt neue Spielsachen am laufenden Band, macht täglich Ausflüge und riesige Urlaube – man versucht eben eine gewisse Abwechslung und tolle Erinnerungen zu schaffen.

Ich selbst bin da leider zur Zeit nicht wirklich anders.

Dabei kommt es doch gar nicht drauf an, was wir machen oder wieviel, sondern nur wie das Kind sich dabei fühlt. Die Hälfte von allem wird, wie man an sich selbst merkt, eh vergessen.
Es ist doch wichtiger die gemeinsame Zeit magisch zu gestalten. Selbst wenn man nur miteinander kocht, aufräumt oder das Auto waschen fährt, kann es ein schönes Gefühl hinterlassen.

Ich muss daran auch noch etwas arbeiten und runter schrauben – aber das steht für 2017 definitiv auf meiner Liste.

Denn das einzige was zählt ist, dass das Kind spürt, dass man es lieb hat, oder?

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Autor:

Primär bin ich die Mami von Mara (06/2015) und dann auch noch, wenn etwas Zeit ist: Frau! Ich bin niemand der sich super modisch kleidet und ich kann mich nicht symmetrisch schminken. Ich fluche oft, verdammte scheiße, denn fluchen ist menschlich. Ich kann stundenlang über die Vor- und Nachteile von antiautoritärer Erziehung und Laissez-faire-Style sprechen. Ich weiß, dass ein „Sorbet“ ein Dessert ist und Trump ein labernder Eierkopf. Und manchmal, aber nur manchmal, bin ich ein bisschen traurig, weil es so unfair zugeht da draußen in der Welt. Ich schreibe über den alltäglichen Wahnsinn zwischen Kind, Kita, Job und anderer verrückter kunterbunter Dinge die uns vor die Füße fallen und auf dem Herzchen liegen.

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