# Abenteuer Zukunft

Niemand macht sich ja so einen richtigen festen Plan, aber so einige Gedanken kommen und gehen immer mal wieder, wie man später mit und für sein Kind sein möchte. Was man für eine Mami sein möchte. Die Strenge, die Konsequente, die Helikopter-Mami oder die Lockere. Manche möchten unbedingt die beste Freundin sein oder einfach nur der sichere Hafen.

Letzteres ist meine Vorstellung. Ich möchte, dass meine Tochter keine Angst hat zu mir zu kommen, wenn etwas schief gegangen ist und die Welt zusammenbricht. Ich möchte gern Ihre Zuflucht sein, ihre erste Anlaufstelle wenn’s brenzlig wird. Es soll für mich keine Rolle spielen was sie ausgefressen hat. Egal wie dramatisch es ist oder welche Konsequenzen folgen. Ich möchte nicht überreagieren oder vergessen, dass ich selbst mal ein Kind war. Dass ich selbst mal Käse gemacht habe oder einfach den „Coolen“ der Klasse gefolgt bin und das nicht immer der richtige Weg war.

Klar, muss man ab und an auch mal die Mutter und Autoritätsperson raus hängen lassen und schimpfen, das ist mir sehr wohl bewusst, aber meine Tochter soll trotz allem nie vergessen, dass ich ihr Rückendeckung gebe. Ich möchte gar nicht so eine super lockere Larifari – Mutter sein. Ich möchte nicht alles durchgehen lassen und jede Stresssituation nur weg lächeln. Ich möchte mich jedoch immer besinnen können erst richtig gut hinzuhören, wieso und weshalb etwas genau so gelaufen und passiert ist.

Ich finde, man sollte immer offen und ehrlich zu einander sein und sich nicht belügen müssen, sondern Verständnis für den anderen haben. Deswegen muss man nicht gleich die beste Freundin sein. Meine Tochter soll eine ganz tolle eigene beste Freundin haben und auch Geheimnisse mit Ihr teilen, die die Mutter vielleicht nicht immer wissen muss. So etwas ist auch ganz wichtig. Ich möchte mich nicht in Ihr Leben drängen, klammern, sie ständig ausfragen, paranoid und pedantisch werden.

Ich möchte auch nicht ständig unter Zeitdruck stehen und meine Tochter so nicht richtig wahrnehmen, auf der Weg zum Kindergarten hetzen oder ungeduldig werden wenn sie sooo viele Kleinigkeiten am Wegesrand entdeckt und Minutenlang begutachten möchte. Ich möchte geduldig sein und sie ihre eigene kleine Welt entdecken lassen. Sie darf mit Wasser pantschen und auch mit Modder kleckern und ich bleibe geduldig und freue mich für sie und ihre Unbeschwertheit.

Manchmal könnte ich schon jetzt auf der Stelle losheulen, wenn ich mir nur vorstelle, dass Ihr später etwas zustößt. Andererseits bin ich mir auch bewusst, dass wir sie zu dem Menschen machen, der sie dann ist. Wir brauchen also nicht nur Vertrauen in die Kleine, sondern auch in uns, dass wir das schon schaukeln werden, die besten Werte vermitteln und sie auf einen guten Weg schicken ein großartiger Mensch zu werden. Wir müssen einfach ein Team sein und zusammenhalten komme was wolle, ich denke darauf kommt es an.

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# Abenteuer Kinderessen

Niemand kochte besser als Mami, heisst es immer.

Meine eigene Mutter sagte immer, dass es daran liegt, dass eine Mutter mit Liebe kocht. Ist das heutztage zwischen Tür und Angel, zwischen Wäschebergen und Kindersportkursen, zwischen Partnerschaft und Kinderbespaßung wirklich so? Kochen wir Mamis mit Liebe?

Bei mir ist das echt von Maras Stimmung abhängig. Ist sie maulig, hat schlecht geschlafen oder ist einfach mal nur eine Nervensäge, gibts tatsächlich auch mal nur die eingefrorene Bolognese von vor 3 Tagen. Das muss ich ehrlich zugeben. Da habe ich gar keine Zeit, keine Muße und auch keine Hand frei um einen Kochlöffel zu schwingen. Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass sie wie wohl jedes Kind Bolognese liebt. Somit ist es auch keine Strafe und für mich an solchen Tagen echt eine Entlastung.

Meistens ist Mara aber total entspannt und hat auch Lust mir zu helfen, insofern schon möglich. Sie sitzt dann auf der Arbeitsfläche und reicht mir die Möhrchen oder Kartoffeln zum schneiden und wir singen Lieder. So macht es dann auch alles Spaß.

Wie schon herauslesbar war: Ja bei uns gibt es Fleisch fürs Kind. Das ist wohl heutzutage nicht mehr Gang und Gebe in Zeiten von Veganismus und dem ganzen Paleo-Kram.

Sie bekommt es nicht immer, es gibt auch viele Mahlzeiten ohne Fleisch. Aber wir sind nicht dagegen. Womöglich scheiden sich hier die Geister.

Ich habe mir selbst bei der Kitasuche von Leiterinnen ellenlange Vorträge anhören müssen, dass es bei denen im Haus nur Vegetarisches und höchstens mal Fisch auf den Tisch kommt. Puh, ist das aber immer der richtige Weg für die Ernährung und das Wachstum eines so kleinen Menschen?

Wie Erwachsene sich ernähren, ob LowCarb, nach Paleo, Detox oder vegan ist mir eigentlich relativ Schnuppe, zumal das in Berlin hier wirklich alles gut machbar ist aufgrund der vielen Möglichkeiten. Bei Kindern sehe ich das allerdings anders und finde, dass man dort ausgeglichen ernähren sollte.

Die Omis schimpfen immer wenn ich am Essenstisch nicht konsequent bin. Meine Tochter kostet alles und wenn es Ihr nicht schmeckt, dann muss sie es nicht essen. Ich zwinge sie nicht. Diese Zeiten sind hoffentlich vorbei, in denen man so gehandelt hat damals.

Ich bin aber auch keine Mami, die dann noch 3 weitere Alternativen anbietet. Noch ein Brot oder eine Banane? Magst Du vielleicht ein paar Kräcker oder einen Quetschi. Nein Nein, das auch nicht. Entweder gibt es das Mittagessen oder nichts. Klingt auch hart wenn ich das jetzt so lese, aber ich möchte Ihr nicht beibringen, dass Sie durch meckern etwas erreichen kann und dann alle springen.

Wie handhabt Ihr das, wenn das Kind etwas nicht essen mag?

# Abenteuer Liebster Award

  1. Der Liebster Award ist eine Blogartikelserie, in der sich Blogger gegenseitig Fragen stellen und weitere Blogs mit neuen Fragen nominieren. Das Ziel ist die Vernetzung untereinander und die Leser können so mehr über den Blogger und seine Beweggründe erfahren.
    • Verlinke die Person, die dich nominiert hat
    • Beantworte die 10 Fragen die dir gestellt wurden
    • Nominiere 5 Blogs (oder weniger), die weniger als 200 Follower haben und mach sie darauf aufmerksam, dass du sie nominiert hast
    • Erstelle 10 (eigene) Fragen für die Nominierten

 

Ich wurde von der lieben Jungrabenmutter nominiert und werde mal sehen ob ich das Ganze hier hinbekomme.
Schaut doch auch mal auf Ihrem Block vorbei, ihr werdet es nicht bereuen. Versprochen.
Hier Ihre Fragen an mich. Und los:

 

  1. Wenn Du deinem Blog 5 Tags geben müsstest, welche wären das

# Familie #Zusammenhalt #Abenteuer #Alltagswahnsinn #Berlin

     2. Deine Familienkonstellation, also z.B.: 3 Kinder, 1 Mann, 2 Goldfische.

1 Kind, 1 Mann, 1 Job, wohnen im absoluten Parkplatzchaos und ein voller Terminkalender.

     3.Was ist dein Sternzeichen? Treffen diese Eigenschaften auch  auf dich zu?

Ich bin Schütze und bin etwas hin und her gerissen. Auf der einen Seite bin ich ehrlich, optimistisch und man kann mit mir Pferde stehlen. Auf der anderen Seite bin ich nicht mutig, was man wohl über Schützen sagt und bin auch keine Pferdenärrin, ehrlicherweise habe ich Angst vor Pferden.

     4. Eine Besonderheit an Dir. Egal, welcher Art.

Ich begeistere mich sehr schnell für neue Dinge, kann mich aber genauso schnell wieder entgeistern. Ich bin sehr sprunghaft. Und! Ich mache die besten Eierkuchen der Welt. 😀

       5. Das beste Buch, das du jemals gelesen hast?

Das eine Beste? Das weiss ich nicht, aber ich mag alle Bücher von Lilly Lindner und parallel dazu lese ich auch gern die Klassiker wie Jane Eyre von Charlotte Bronte oder Anna Karenina von Tolstoi.

       6. Meer oder Berge?

Meer! Definitiv Meer! Mit allen Wellen, mit allen Muscheln mit all dem Sand der überall an der Haut klebt.

        7. Was war die beste Entscheidung deines Lebens?

Hmm, die beste Entscheidung war wohl, dass ich letztens nicht die türkise Zahnbürste genommen habe, denn die gehörte wie sich später herausstelle gar nicht mir. Puh… Leben am Limit. 😀

        8.Inwiefern hat dich das Mutter-Werden verändert?

Ich bin definitiv geduldiger geworden und keineswegs mehr egoistisch. Ich finde basteln super und steh auf Kinderlieder im Auto. Au weia… ich weiss! Reinhard Mey geb ich mir mittlerweile bei Fahrten auch ohne Baby an Bord.

         9.DIY o. Kaufen, also: Marmelade selber kochen o. kaufen? Adventskalender basteln o. kaufen?

Auf jedenfall DIY! Ein Hoch auf Pinterest. Die Frage ist immer nur, wohin mit dem ganzen gebastelten Plunder. Thihi

        10. Was glaubst du, würde dein Altes Ich zu deinem Jetzigen Ich sagen?

„Wie schön, dass du ruhiger gewoden bist.“ „Gut, dass du in deinem Kopf etwas bunte Knete aussortiert hast“ und “ Ich bin stolz auf dich, dass Du so eine tolle Mami geworden bist!“

 

Ich nominiere bitte gerne:

Mutterseelesonnig und Noch ne Muddi!

Und hier die Fragen:

  1. Was hast Du Dir früher vorgenommen, als Mutter nie zu tun?
  2. Was für eine Mutter möchtest Du gern sein/bist Du?
  3. Was war der erste Gedanke nach der Geburt Deines / Deiner Kinder?
  4. Bist du in deinem Leben angekommen?
  5. Wer inspiriert Dich?
  6. Was motiviert Dich immer weiter zu machen, auch wenn es schwer wird?
  7. Süss oder Salzig?
  8. Wie lautet Dein Lebensmotto?
  9. Wovor hast Du Angst?
  10. Was liebst Du an Dir selbst?

Na dann ran an den Speck. 😉

 

# Abenteuer Organisation

Niemand hat gesagt, dass es leicht wird.

Ich finde es oft sogar recht kompliziert und schwer alles unter einen Hut zu bekommen. Die Arbeit in Schichten, die Kita-Öffnungszeiten bis 17 Uhr und die ganze Haushaltskiste. Es gab in den letzten zwei Monaten, in denen meine Tochter jetzt im Kindergarten ist, nicht eine Woche in der einfach alles nach Plan lief. Immer wieder durchkreuzte irgendetwas unsere Pläne.

Vom spontanen krankheitsbedingten Schichtwechsel im Job über Kita-Fortbildungstage, Elternversammlungen um 16 Uhr ohne Kind, Termine beim Kinderarzt wegen der Dauerkrankheit im ersten Kindergartenjahr bis hin zum Männerschnupfen hier zuhause und somit einer Doppelbelastung in Puncto Jammern.

Oft komme ich sogar jetzt schon an eine Grenze, die ich vorher gar nicht kannte. Ich will manchmal am liebsten alles hinwerfen und nur schreien. Ich hoffe man gewöhnt sich irgendwann daran, dass jede Woche irgendetwas unvorhergesehenes passiert und man sich nochmal umstellen muss.

Früher dachte ich immer, ich sei ein spontaner Mensch und könne auch kurzfristig auf neue Situationen reagieren. Leider merke ich jetzt, dass man dieser Mensch mit kleinem Kind zuhause nicht mehr ist. Alles muss von morgens bis abends durchgeplant sein, zumindest bei mir. Sonst finde ich einfach keine Ruhe und habe den ganzen Tag dieses Gefühl vom Gehetzt sein in mir. Ich bin oft genervt davon, dass man schon wieder jemanden aus dem Freundeskreis an einem Nachmittag um Hilfe bitten muss und ihm das Kind aufs Auge drücken muss, weil man einfach arbeiten muss und die Kita unverständlicherweise um 17 Uhr schließt.

Ich mag es nicht um Hilfe zu bitten, das mochte ich noch nie. Ich hab immer gerne alles alleine geregelt, so musste man niemanden dankbar sein und schuldete niemandem was.

Leider habe ich schnell gemerkt, dass es einfach nicht mehr geht, jedenfalls nicht, wenn man nicht durchdrehen möchte. Viele Menschen helfen gern, ohne etwas dafür zu verlangen und alle sind auch groß genug um NEIN zu sagen, wenn es nicht passt. Wenn mir Hilfe angeboten wird, nehme ich sie mittlerweile auch gern an. Das hat am Anfang allerdings Überwindung gekostet und auch Nerven, da es ja schließlich ums eigene Kind ging, welches man abgibt. Das schlechte Gewissen war oft sehr präsent.

Ich meine, man macht sich ja keinen Lenz in der Zeit und gibt das Kind nicht zu Freunden, weil man sich die Nägel machen lassen will, sondern muss tatsächlich arbeiten und das wiederum kommt ja allen zu Gute.

Ab und an sitz ich dann nachmittags mit meiner Tochter auf dem Spielteppich und bin eigentlich nur damit beschäftigt die kommende Woche im Kopf zu organisieren und alles zu planen, dass ich gar nicht aufmerksam mit ihr spielen kann, dass ich ihr gegenüber unfair werde und ihr nicht die Zeit und Aufmerksamkeit geben kann, die sie verdient und auch einfordert.

Das muss auf jeden Fall besser werden, ich muss meinen Kopf mehr ordnen oder auch einfach mal abschalten. Das fällt mir noch recht schwer, der Terminkalender im Kopf ist permanent an.

Wird es besser oder nur anders?

# Abenteuer Kinderbock im Supermarkt

Niemand will in so eine Situation kommen: Das Kind bockt und tobt beim Einkaufen.

Die Horrorvorsstellung für alle Eltern.

Man hetzt mittlerweile nur noch durch die Gänge, immer darauf bedacht um die Süßigkeiten herum zu huschen, alles Blinkende und Glitzernde zu meiden und auf keinen Fall zu lang an der Kasse neben den Kleinigkeiten zu stehen. Die Kunst besteht zudem darin, alles leckere und süße trotzdem in den Wagen zu buchsieren ohne dass das Kind etwas mitbekommt und gleich ausflippt, weil jetzt eben noch keine Tüte, Dose oder kein Karton aufgerissen wird.
Das Ganze bedarf einer ganze Menge Training, vor allem Nerven und im härtesten Fall bringt es graue Haare.

Ich frage mich, woher ein Kind, welches ja anfangs noch ach so gesund erzogen und ernährt wird, weiß wie eine Schokoladentafel aussieht oder eine Packung Kekse. Wieso flippt es denn nicht so aus, wenn man die Butter oder eine Packung Käse in den Wagen legt? Man nascht ja zu Hause schon nur heimlich, abends wenn das Kind schläft oder zu meiner Schande muss ich gestehen manchmal auch direkt am Kühlschrank. Schwupp und schnell rein in den Mund, bevor dieses kariesproduzierende Zeug noch teilen muss.
Irgendwie haben Kinder einen siebten Sinn für ungesundes. Mittlerweile glaube ich, dass sie mit Knisterpapier schon diesen tollen Zuckerschock-Trip verbinden. Es gibt ja wirklich fast keine Süßigkeit die außen herum nicht knistert.

Anders kann ich es mir einfach nicht erklären.

Anfangs sagte ich mir auch immer, dass ich es bei meiner Tochter anders machen werde! Dass ich hart und konsequent sein kann, wenn sie rumbockt und etwas unbedingt haben will. Dass ich es besser machen werde als all die Mütter die immer einknicken und nachgeben. Ich dachte, mein Kind braucht nicht im Supermarkt schon alles zu bekommen, denn mein Kind wird geduldig erzogen und kann warten bis wir zuhause sind und alles in Ruhe einteilen. Ich habe Eltern, die auf das Betteln, die lieben Augen und das „Mammiii“ reingefallen sind, verachtend angesehen und verurteilt

Ich war ein Arschloch. Schande über mich.

Mittlerweile mache ich zwar noch keine Packungen im Supermarkt auf, es gibt auch nicht alles was sie will, aber ich habe ein großes Verständnis für alle Eltern entwickelt und verstehe in welcher Stress-Situation sie sich grade befinden. Es ist manchmal nicht leicht das Kind zu bestrafen oder zu ignorieren, wenn es wie am Spieß schreit, trampelt und aus allen Körperöffnungen tropft… denn darauf kann man sich ja schließlich bei einem ordentlichen Bock nicht auch noch konzentrieren.
Dazu kommen die Blicke, die man im Nacken spürt. Die Blicke, die man nur zu gut kennt, denn man hat sie auch einmal geworfen. Damals, als man noch Kinderlos war, es eilig hatte oder der Meinung war, dass das heute schon DER höchst stressigste Tag war. Oder die Blicke der Älteren, die einem sagen wollen, dass es das früher so nicht gegeben hätte und dass man damals schon lange die Hand mit den vielen Siegelringen erhoben hätte.

Dieser Druck auf einmal.

Ich bin mir nicht sicher was nun wirklich zu tun ist. Ignorieren und ausharren? Diskutieren und erklären? Alles stehen und liegen lassen und mal ohne Kind wiederkommen, denn die Reste zuhause werden erstmal reichen?

Was ist für Euch bisher die beste Variante gewesen? Oder habt Ihr schon vorher alles so richtig gemacht, dass es solche Situationen nicht gibt?

 

 

 

# Alleinerziehend mit Mann

Niemand hat gesagt, dass es leicht wird. Aber auch niemand hat mir vorher gesagt, dass im Großen und Ganzen alles an Mami hängen bleibt.
Bei so gut wie allen jungen Familien die man bisher im Laufe des eigenen Mami Daseins so kennengelernt hat, herrscht das gleiche Problem: Mami hat das Ruder in der Hand, Mami muss alles wuppen und organisieren und Mami muss den Karren aus dem Dreck ziehen, wenn was daneben läuft.

Manchmal fühle ich mich wie alleinerziehend – mit Mann.

Ich möchte gar keine alleinerziehende Mami beleidigen oder ihr Licht unter den Scheffel stellen. Ihr seid für mich die wahren Helden dieser Welt. Ganz ehrlich.
Aber manchmal oder eigentlich fast immer, habe ich das Gefühl, dass man es auch mit einem Partner schwer haben kann.

Meistens sind die Papis Vollzeit arbeiten, danach sehr gestresst oder überarbeitet, brauchen eine Pause und Ihre Ruhe. Verständlich. Da ist nur ein kurzer Knuddler beim Kind drin, wenn es abends dann überhaupt noch wach ist. Morgens das Gleiche. So lange wie möglich müssen die Papas schlafen um fit und so gut es geht ausgeruht in den viel zu terminreichen Tag zu starten. Mami macht das schon. Auch mit wenig Schlaf. Hat ja immer geklappt.

Sich selbst fertig für den Tag machen, Kind anziehen und Brotdose richten für den Kindergarten, an alles denken, den Nachmittag schon mal planen und versuchen in der Kürze der Würze Kita und Arbeitsstelle so schnell und effizient anzufahren wie möglich.

Am Wochenende gibt es vereinzelt auch Momente, in denen Mami ein bisschen Zeit für sich zugesprochen wird, aber statt sich dann entspannt mal auf die Couch zu legen, kümmert sie sich dann um Wäsche, Abwasch und den Badputz. Mami kann einfach nicht abschalten und eine Pause machen, wenn sie weiss, dass es noch so einiges zutun gibt.

Ja ich weiss, Luxusprobleme.

Mami geht arbeiten, auch wenn es nur Teilzeit ist. Mami organisiert alle Freundschafen und pflegt sie. Mami guckt, dass Essen auf dem Tisch steht und dann aber bitte auch noch abwechslungsreich und gesund. Mami sieht zu, dass aus dem Kind was wird, es anständig und gütig wird und Mami muss zusehen, dass der strikt durchgeplante Alltag funktioniert und nichts aus der Bahn gerät. Und Papi geht arbeiten.

# Abenteuer Kita-Eingewöhnung

Niemand konnte mir garantieren, dass meine Tochter nach drei Wochen wirklich ein großes Kindergarten-Mädchen ist. Drei Wochen ist eine wirklich kurze Zeit für die sanfte Eingewöhnung. Aber wir hatten einfach nicht mehr Zeit. Der Ernst des Lebens und die Arbeit hatte uns bald wieder. Das musste klappen. Es gab keinen zweiten Boden, kein Sicherheitsnetz, niemand von uns Eltern hatte noch eine freie Woche in der Hinterhand, falls etwas schiefgeht und Mara sich noch nicht lösen kann und absolut noch kein großes Mädchen sein mag.

Der Druck war groß in mir.

Dieser Druck färbte wohl möglich auch auf die Kleine etwas ab. Irgendwie merken Kinder sowas ja immer. Grade dann, wenn man versucht das Ganze enorm geschickt und gekonnte zu vertuschen und extra den Papa die drei Wochen zur Eingewöhnung zu schicken. Nein nein, die Kinder riechen den Braten. Und so kam es auch, dass sie die kompletten drei Wochen, in der Zeit in der man als Elternteil noch mit im Raum ist, permanent auf Papas Arm klammerte und wimmerte.
„Na toll“ dachte ich. Meinem innerlichen Druck ging es dadurch natürlich nicht sonderlich besser. Auch die Tatsache, dass am Ende der ersten Woche die Kinder grade mal einen Tag für 10 Minuten alleine mit der Erzieherin waren, machte mich nervös. Wie soll das in drei Wochen durch sein? Weiß die Erzieherin wirklich was sie tut?
Mein Vertrauen war gleich Null, aber ich musste abwarten, denn eine Wahl hatten wir so oder so nicht.

Im schlimmsten Fall, musste Mara es auf die harte Tour lernen.

In der zweiten Woche ging es auch nicht wirklich voran. Meine Tochter war grade mal 45 Minuten täglich ohne uns. Beim Verabschieden wurde geweint und dann aber fleißig gespielt, ohne Tränen und Drama. Eigentlich gar nicht schlecht. Ich verstand aber nicht, wie man in 7 Tagen von 45 Minuten auf 6 Stunden aufstocken will. Andererseits ist es sicher ausreichend, wenn das Kind das Prinzip der Trennung und der ganz sicheren Abholung begreift.

Hoffnung ist alles.

Dieser Druck machte mich irre. Wir haben auf dem Spielplatz nicht mehr im Wasser geplantscht, sind jedem Durchzug und zu starkem Wind aus dem Weg gegangen, haben im Auto die Klimaanlage ausgeschaltet und waren auch am See nicht im Wasser. Ich wollte einfach kein Risiko eingehen, dass Mara krank wird und sich so irgendwas verzögert. Jetzt im Nachhinein total blöde und unnötig, aber ohne Erfahrung und Vertrauen zu wildfremden Menschen im Kindergarten wird man so paranoid.
Für die letzten beiden Tage der dritten Woche wurde angekündigt, dass dort gegessen und geschlafen wird. Endlich, dachte ich.
Essen kann sie. Das macht sie seit ewigen Zeiten alleine, das wird was. Meine Stimmung stieg. Schlafen konnte schwierig werden. Sie ist so eine Händchenhalterin beim Einschlafen. Keine Ahnung wie man das in der Kita bei einer ganzen Gruppe bewerkstelligen will. Meine Sorgen waren allerdings mal wieder grundlos. Sie schaufelte das Essen inklusive Nachschlag nur so in sich hinein und hat auch direkt 2 Stunden Mittagschlaf dort gemacht.

Mit Händchenhalten.

Jetzt war zum ersten Mal der Punkt gekommen, an dem ich verstand, dass ich ganz umsonst Angst gehabt habe. Dass Mara das schon kann, weil sie ein tolles Mädchen ist. Weil wir sie immer ernst genommen haben, weil wir sie nie haben weinen lassen, weil wir immer da waren, wenn sie uns brauchte und wir sie nie im Stich gelassen haben. Sie hat verstanden, dass wir sie immer wieder abholen, weil sie hier zuhause auch gebraucht wird und ein Teil von uns ist. Das ist es, um was es geht. Vertrauen. Mara muss uns vertrauen, wir müssen Ihr vertrauen und natürlich auch fremden Menschen von denen man rein gar nichts weiß, denn wann redet man denn man über die Wehwehchen der Erzieherinnen?!
Vertraut also mehr auf Eure Kinder. Sie sind ganz tolle kleine Menschen die schon viel mehr können, verstehen und wegstecken als man als Elternteil denkt. Man selbst muss lernen loszulassen und sie gehen zu lassen. Man muss lernen den Tag wieder ohne sie rumzubekommen und sich umso mehr auf sie am Nachmittag zu freuen.

So kam es auch, dass Mara an ihrem ersten Tag allein im Kindergarten bei der Verabschiedung nicht mal weinte. Wahrscheinlich war sie einfach glücklich, abgelenkt, überwältigt und voller Vorfreude auf die Abholung ein paar Stunden später.

# Abenteuer Elternzeit

Niemand hätte wirklich gedacht, dass dieser Tag kommen wird. Mein letzter Tag in der Elternzeit ist angebrochen und schon fast ist er vorbei. Das macht mich unglaublich traurig. Nicht, weil ich arbeiten muss, darauf freue ich mich tatsächlich sogar. Neue Herausforderungen, neue Gesprächsthemen und neue Kollegen zum Kennenlernen. Das wird alles aufregend und spannend werden und der Tag wird sicher wahnsinnig schnell vergehen, wie das immer so ist, wenn etwas noch nicht zur Routine geworden ist.

Ich werde diese Zeit, diese Phase und alles an Ihr jedoch vermissen. Die vielen Momente die man intensiv mit dem Kind nutzen konnte und die man so genossen hat.
Die anfängliche Zeit in der man es gar nicht fassen konnte, dass dieses kleine Wesen ab jetzt wirklich bei einem wohnt und erstmal nicht mehr weggeht, dass man jetzt umdenken muss und aufhören egoistisch zu sein. Ich konnte es einfach nicht begreifen, dass meine Tochter ein echter Mensch ist und alles in Miniaturausführung an ihr dran und wirklich funktionsfähig ist. Nach und nach hat man sich aneinander gewöhnt und sich einen Rhythmus geschaffen. Man hat sich bei Kursen angemeldet, sich ständig bei der Familie breitgemacht oder sich Ausreden ausgedacht, wieso man den Abend nicht mit Freunden weggehen kann, einfach nur um das kleine Wunder die ganze Zeit zu beobachten.
Wir waren ständig unterwegs, waren viel spazieren, haben uns mit anderen Mamis getroffen um Erfahrungen oder Ängste auszutauschen oder haben einfach nur den ganzen Tag im Schlafanzug auf der Couch verbracht, um uns von einigen Nächten in denen Mara ganz viel Liebe brauchte auszuruhen.

Viele Menschen, tatsächlich meist ohne Kinder, geben mir das Gefühl, dass ich ein Jahr eine Knaller-Urlaubs-und-Relaxzeit hätte haben müssen. Das bisschen Baby. Nichts da. Es gab nicht einen Tag an dem ich ausgeschlafen habe, es gab so viele Morgen an denen ich weinend aufgestanden bin, weil ich einfach noch liegen bleiben wollte und unglaublich müde war. Es gab so viele Momente, in denen ich laut schreien wollte, weil mal wieder nichts geklappt hatte oder nichts planbar war, weil so ein Baby ab und an echt unberechenbar sein kann. Es flossen so viele Tränen, weil man sein altes, so leichtes und unkompliziertes Leben für einen Moment wiederhaben wollte. Aber es flossen auch unglaublich viele Tränen, weil man so glücklich war, dass man es geschafft hat, dass das Baby schläft, dass es sich drehen kann, krabbeln oder alleine mit einem Löffel essen. An diesen Stolz und dieses Emotionale als Mami habe ich mich noch nicht ganz gewöhnt. Ich habe sowieso das Gefühl, super weinerlich geworden zu sein. Erst dachte ich, es würde wieder vorbeigehen, wenn man dann irgendwann nicht mehr stillt und dieses ganze Hormon-Chaos sich gelegt hat. Aber nichts da. Bei mir zumindest blieb diese Emotionalität. Das ist auch nicht so wild. Ich bin ja allgemein ein ganz neuer Mensch geworden. Geduldiger, sanfter, gütiger und verständnisvoller.

Eben eine Mami.

Danke, du tolle Elternzeit. Es war mir ein Fest, dich kennenlernen zu dürfen. Du warst ein toller Freund und Wegbegleiter. Ich werde ganz oft an Dich denken und jedem freudig davon berichten, was Du für ne coole Socke bist.

# Abenteuer: Töpfchen-Training

Niemand muss sich unter Druck gesetzt fühlen, früh mit dem Töpfchen-Training zu beginnen. Ich möchte nur unsere Erfahrungen widergeben, denn jedes Kind ist anders.
Mara ist nun 14 Monate alt und geht seit sie 11 Monate alt ist aufs Töpfchen. Ich habe mich bewusst für ein Töpfchen und gegen einen Toilettensitz entschieden, denn da kommt sie in diesem Alter nicht allein hoch und so richtig sicher festhalten konnte sie sich damals auch noch nicht. Sie bekam deshalb ihr ganz eigenes kleines Töpfchen.
Wichtig war mir, dass ich die Auffangschale herausnehmen kann und sie nicht fest integriert ist oder es aus einem Guss ist, sodass ich es nach jedem Geschäft separat herausnehmen, ausspülen und desinfizieren kann. Somit gibt es einfach weniger Geklecker und Sauerei. Ich fand es auch gut, dass das Töpfchen einen Antirutschgummiring als Fuß hat, um etwaiges hin und her rutschen zu vermeiden, sodass eben alles sicher und fest steht. Dann haben wir noch ein paar Bücher parat gelegt…

und schon konnte der Spaß beginnen.

Wenn man zum Thema Töpfchen-Training etwas liest, stellt man schnell fest, dass alle Ratgeber sagen man solle nicht vor dem zweiten Geburtstag beginnen, da der Schließmuskel und das Gehirn bei kleineren Kindern noch nicht zusammenarbeiten oder dann das Kind sonst traumatisiert wird durch den aufgebauten Druck der Eltern. Wahrscheinlich gibt es tatsächlich solche Fälle, das will ich gar nicht ausschließen, aber warten bis das Kind selbst auf die Idee kommt, dass es anders gehen kann, war für mich keine Option. Die Windeln sind heutzutage so gut und bleiben trotz Pipi so lang trocken, da dauert es schon eine ganze Weile bis ein unangenehmes Gefühl auftritt.
Ich habe so früh angefangen, da ich seit ihrer Geburt, die Uhr nach Mara stellen konnte. Sie hat immer im gleichen Abstand und in den gleichen Situationen getrunken, geschlafen oder in die Windel gemacht. Ich habe alles bedürfnisorientiert gehandhabt bei ihr, das wollte ich immer, aber ihre Bedürfnisse waren eben immer im gleichen Abstand.

Das hat es mir leichter und planbarer gemacht.

Als sie 11 Monate alt war, selbstständig sitzen, krabbeln und an den Händen laufen konnte, dachte ich man könne es ja mal ausprobieren. Nur mal gucken wie sie reagiert, ob sie es seltsam oder angsteinflößend findet, dieses neue Ding im Bad. Ich habe es bewusst im Bad gelassen, denn dort gehört es eben hin. Oftmals habe ich gelesen, dass man das Töpfchen auch ins Wohnzimmer stellen kann. Da ist es wärmer und gemütlicher oder der TV läuft und das Kind bleibt dann fasziniert sitzen weil es abgelenkt ist. Allerdings hatte ich keine Lösung dafür, wie ich es anstellen sollte, dass Ganze auf lange Sicht wieder ins Bad zu bugsieren.

Ein Töpfchen gehört eben ins Bad.

Immer nach dem Schlafen, nach dem Essen und nachdem wir nach Hause gekommen sind vom Spielplatz habe ich Mara draufgesetzt. Wir haben was gesungen oder ein Buch angeguckt. Es ist von Anfang an immer etwas im Töpfchen gelandet. Wie gesagt, das konnte ich schon anhand der Uhrzeit sehen, dass gleich etwas kommen müsste. Umso leichter ist es natürlich. Da sie noch nicht selbstständig stehen konnte, blieb sie geduldig sitzen bis ich ihr hoch half.
Mein Gott, was habe ich sie gefeiert und gelobt als es das erste Mal geklappt hat… und das zweite Mal und auch die nächsten 100 Male noch. Sie badet in diesem Ruhm und findet es sehr toll, wenn man sie lobt. Man sieht richtig den Stolz in ihrem Gesicht etwas richtig gemacht zu haben.
Sie kann noch nicht Bescheid sagen, aber mittlerweile zappelt sie so seltsam herum und meckert etwas vor sich hin, wenn es gleich soweit ist.

Dann heißt es schnell sein.

Ich verbrauche mittlerweile an guten Tagen tatsächlich nur noch 2 Windeln. Jeweils eine tagsüber und nachts. Klar gibt es auch Tage an denen da was rein geht, ich nicht aufgepasst habe oder wir einfach den ganzen Tag draußen sind. Das ist auch gar nicht schlimm. Das ganze Prinzip wurde aber verstanden und es macht ihr auch Spaß. Insofern das ganze Spaß machen kann… Ihr wisst was ich meine.

Das Einzige was mir zu denken gibt ist der Kindergarten. Wir stecken mitten in der Eingewöhnung und gleich am ersten Tag haben wir natürlich nach deren Handhabe bezüglich des Töpfchen-Trainings gefragt und wurden nur entsetzt angeschaut. Die Erzieherin findet es sinnlos in diesem Alter, mit 14 Monaten so etwas zu trainieren, da Kinder ihrer Meinung nach nichts davon verstehen. Da frage ich mich, seit wann Kinder aufgehört haben individuell zu sein?! Sie sagte uns auch, dass das Methoden aus dem „Osten“ sind. Ja, erwischt! Ich komme aus dem ehemaligen Osten. Na whoohoo. Es ist ja schon nervig genug, dass das nach so vielen Jahren nach dem Mauerfall immer noch eine Rolle spielt, aber wenn es doch da doch geklappt hat.
Ich werde mit der Erzieherin noch einmal in einer ruhigen Minute sprechen und hoffen, dass meine Tochter bis dahin einen Unterschied erkennt, wie es zuhause und wie im Kindergarten gehandhabt wird.

Wie läuft das denn im Kindergarten, wenn man sein Kind Windelfrei erzogen hat? Habt Ihr da Erfahrungen?

# Abenteuer Babykurse

Niemand kann einem vorschreiben was man als Neu-Mami mit dem Baby unternehmen sollte, könne oder müsste. Es gibt unzählige Angebote, Kurse und Krabbelgruppen. Es gibt sie in jeglichen Formen und Farben. Veranstaltet von Familienzentren, von Gemeindehäusern, Krankenhäusern oder von der eigenen Hebamme.

Alles kann und nichts muss.

Viele Mamis schwören auf Pekip-Kurse oder Babyschwimmen und andere wiederum schimpfen. Für die einen ist zu viel Entertainment eine Überforderung fürs Kind und die anderen sagen, dass so die Motorik oder der Sozialsinn ungemein gefördert werden. Puhh… was ist nun der richtige Weg?

Ich selbst nahm an zwei Tagen in der Woche diese Angebote wahr. Montags waren wir beim Babyschwimmen und freitags beim Pekip. Das war in meinen Augen ein gutes Mittelmaß und niemand war überlastet oder überreizt. Gestartet hat der ganze Spaß als meine Tochter drei Monate alt war. Da war man gut aufeinander eingespielt, hatte schon Zeit einander kennenzulernen und auch einen Rhythmus zu entwickelt, insofern das irgend möglich war zwischen diesen ständigen Schüben.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass wir mit dem Schwimmen echt noch locker zwei Monate hätten warten können, denn von 30min Kurslänge hat Mara mit Mühe und Not 20 Minuten durchgehalten und war danach fix und fertig. Es war zu viel, zu voll und zu warm für meinen Geschmack. 37 Grad Lufttemperatur und 28 Grad im Wasser war kein Zuckerschlecken. Fühlt sich leider nicht nach Urlaub an. Ich fühlte nur den Drang durchzuhalten. Am Ende der zehn Kurseinheiten hat man gemerkt, dass meine Tochter immer fitter geworden ist und besser durchgehalten hat. Ohne schlafen auf dem Hin- und Rückweg ging allerdings trotzdem nichts. Hat sie nun aber ein besseres Körpergefühl? Ich kann es nicht sagen. Ein bisschen im Wasser hin und her geschaukelt und mal raushüpfen lassen… das soll´s bringen? Wahrscheinlich hätte es auch gereicht ein paar Mal ganz entspannt mit Freunden ins Schwimmbad zu gehen um den Kindern auch Wasser näher zu bringen.

Pekip ist allerdings eine feine Sache.

Das haben wir tatsächlich fast die ganze Elternzeit durchgezogen. Zum einen, weil es fürs Kind ganz toll war andere Kinder zu sehen, das neue Spielzeug zu erkunden und dieses permanente Geträller kam nerviger Weise auch klasse an. Zum anderen kam es mir als Mami auch zu Gute. Man lernt Mütter aus der Umgebung kennen mit gleichaltrigen Kindern, mit den gleichen Problemen, aber anderen zum Teil besseren Lösungsvorschlägen und natürlich gibt’s dort auch die Fachkraft und Leiterin, die den Mamis immer gute Tipps gibt, wie man etwas fördern kann, anderen Dingen entgegenwirken kann oder einfach Erfahrungen weitergibt.
Ich habe viele tolle Ideen bekommen, was man spielen kann, singen kann oder lieber nicht kaufen sollte.
In unserem Fall ging das Ganze pro Tag eineinhalb Stunden und in dieser Zeit sind die Babys sind nackelig solange sie noch nicht krabbeln können und genießen sichtlich dieses windelfreie Gefühl. Mir kam es so vor, als hätten sie es dadurch etwas leichter sich zu drehen oder mal in den Vierfüßlerstand zu kommen. Die Windel zwickt und drückt dann eben nicht. Ach ja, Baby müsste man sein.

Was habt Ihr für Erfahrungen bei dem allumfassenden Kursangebot heutzutage gemacht? Findet Ihr das Ganze sinnvoll oder kann man das auch sein lassen?