# Abenteuer Freizeit

Niemand kann immer und überall funktionieren. Jeder sehnt sich nach Pausen, Auszeiten und Urlaub – grade für den Kopf.
Aber was, wenn diese Pause direkt, unverhofft und auf einmal unangekündigt da ist? Was, wenn man gar nicht darauf vorbereitet ist und vor lauter Kinderentertainment und Sich-Selbst-Vernachlässigen vergessen hat wie Spontanität und Ich-Selbst-Sein geht?

Das Kind wurde pünktlich im Kindergarten abgegeben, der Haushalt wurde geschmissen, der Wochenendeinkauf ist erledigt, selbst die verhasste bis oben vollgestopfte Pfandtüte wurde pflichtbewusst weggebracht, denn heut kommt die Schwiegermutter zum Kinderhüten, weil man selbst ja auch noch irgendwann arbeiten muss. So jedenfalls der Plan.

Dann der Anruf – „Du musst heute nicht arbeiten kommen – bummel doch die Überstunden ab und mach dir ein schönes langes Wochenende!“ – ähh ja klar…

Und nun? Wohin mit dieser vielen, plötzlichen Freizeit? Was wollte man schon sooo lange machen und war bisher mit Kind im Schlepptau nicht möglich. Hmm.
Schlafen? Nein, Zeitverschwendung. Shoppen? Nein lieber sparen, der nächste Urlaub soll groß werden. Maniküre? Nein, ist ja quatsch wenn man dann auf dem Spielplatz eh wieder alles ruiniet.

Ich habe verlernt etwas Tolles mit mir selbst zu machen! Ich habe verlernt mich zu belohnen und mir was zu gönnen. Als Mami wiegt man nur noch den Kosten-Nutzen ab und wird der totale Sparfuchs und im Endeffekt rieselt die Zeit so an einem vorbei und man sitzt immer noch auf der Couch und macht gar nichts.
Aber irgendwie mag ich das heute. Irgendwie reicht es mir völlig.

Das ist auch nicht immer so. Es gibt auch Tage an denen man einfach raus will, weg will und mal wieder die Welt aus den Angeln heben. Manchmal fragt man sich, wie es früher passieren konnte, dass man den ganzen Tag im Bett lag und einfach nur unproduktiv war. Wie konnte einen das ausfüllen?

Aber heute ist nicht so ein Tag. Heute mag ich es, mir bei diesem stürmischen Regenwetter den 4. Kaffee vor 12 Uhr Mittags zu machen. Ich mag es einfach nur eingekuschelt mein Buch zu lesen und froh zu sein, dass ich nicht raus muss zur Kita oder zum Spielplatz. Und ich mag es, dass meine Wünsche die ich immer habe, die Dinge die ich mir immer vornehme wenn ich mal Kinderlos bin, einfach bleiben wo sie sind und ich Ihnen ab morgen – mit Kind – wieder hinterher träumen kann.

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# Abenteuer Kinderfreundschaften

Niemand weiß wie es mal kommen wird, aber wenn sich alle Mühe geben, dann wird das eine wunderbare Freundschaft fürs Leben.

Meine Tochter Mara hat eine beste Freundin, jedenfalls reden wir Eltern es ihr ein.
Die beiden Mädels sind im Abstand von zwei Tagen geboren und „kennen“ sich seit sie zehn Wochen alt sind. Sie waren zusammen bei Krabbelgruppen, beim Pekip und beim Kinderturnen. Sie haben zusammen mit der Beikost angefangen, haben zusammen den ersten Zahn bekommen und haben sich schon ganz früh ums Spielzeug gekloppt.
Wir Mütter treffen uns mit den Kindern fast wöchentlich und geben uns beide Mühe den Kontakt zu halten. Natürlich muss man sich auch sympathisch und nett finden. Ich finde, dass es schon fast wichtiger ist, dass die Eltern sich bei solchen Kinderfreundschaften verstehen. Denn es soll ja nicht in Quälerei ausarten. Denn seien wir mal ehrlich: Die ersten paar Jahre bekommen die Kleinen zwar vielleicht  grade so noch mit, dass da jemand anderes immer wieder kommt, aber so ein richtiges Zusammenhaltsgefühl kommt erst nach den ersten Jahren. Kann es auch passieren, dass die beiden sich gar nicht leiden können?

Ich selbst finde die Vorstellung so schön, dass meine Tochter später, wenn alles gut geht, sagen kann: “ Dich kenne ich schon mein ganzes Leben – Du bist meine beste Freundin!“ – Da könnt ich gleich losheulen bei der Vorstellung. Man hat dann so ein schwesterliches Gefühl zu dieser Person, wenn man sich nicht mehr erinnern kann, jemals ohne sie gewesen zu sein. Was ist es denn bitte für eine tolle Vorstellung, dass die beiden Mädels sich später Ihre Babyfotoalben zusammen anschauen und staunen, wie lange sie schon im Leben des anderen herumgeistern. Bei so langen Freundschaften schafft es auch kein kleiner oder größerer Streit sie zu entzweien. Man hat dann, das weiß ich aus eigener Erfahrung, das Gefühl von Familie – und die bleibt, egal wie stark der Sturm war.

Es ist sicher nicht immer leicht den Kontakt zu halten. Lebensumstände ändern sich, Eltern arbeiten in Schichten, Familien ziehen um,  oder bekommen ein zweites Kind, was das ganze Zeitmanagement natürlich total aus den gewohnten Bahnen wirft, aber ich bin der Meinung, dass niemand wirklich Zeit hat, sondern sich für ihm wichtige Dinge nehmen muss. Man findet immer irgendetwas was wichtiger wäre, schneller erledigt werden müsste oder unbedingt abgearbeitet werden sollte. Trotzdem schafft man es, wenn man will, in dieser schnelllebigen Zeit seine Lieben zu besuchen. Nicht den ganzen Tag und vielleicht auch nicht wöchentlich, aber man kann sich ein zwei Stunden definitiv immer freischaufeln. Wenn man will.

Und klar, bin ich auch nicht immer motiviert, klar möchte ich oft auch lieber allein im Schlabberlook zuhause abhängen, aber diese oben beschriebene Vorstellung, dass die beiden Mädels, sich hoffentlich Ihr ganzes Leben „behalten“, die spornt mich total an, auch bei regnerischem Wetter vor die Tür zu gehen. Man hat sich auch als Eltern in kürzester Zeit schon so lieb gewonnen, dass man sich das Ganze nicht mehr ohne einander vorstellen kann. Es macht einfach Spaß sich austauschen zu können, zu sehen wie es anders oder eben ganz genauso laufen kann. Man weiß immer, man ist nicht allein und man weiß, dass wir alle die selben Probleme und Sorgen haben.

# Abenteuer Erziehung

Niemand macht sicher alles richtig, wenn es um Erziehung geht. Jeder verstößt mal gegen Regeln, schlägt mal über die Stränge, vergreift sich im Ton oder macht den Fernseher fürs Kind an um mal in Ruhe einen Kaffee zu trinken.

Ich weiß gar nicht wer angefangen hat diesen Druck für Mütter zu erschaffen, dass man immer top- gestylt, ausgeschlafen und super lustig singend mit dem Kind auf dem Spielteppiche sitzen muss und Bausteine farblich nach Montessori zu sortieren, statt auch einfach mal dem Kind einen kurzen Trickfilm anzumachen. Klar, würde ich meine Tochter nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher parken um meine Ruhe zu haben.

Wir machen schon wirklich viel miteinander.

Wir spielen oder sie hilft mir beim kochen oder backen indem sie auf der Arbeitsfläche der Küche sitzt und die ganze Zeit sagt, dass überall Eier und Milch rein müssen. Mehr Zutaten kennt sie mit Ihren 17 Monaten noch nicht. Das ist immer sehr süß, wie sie helfen und wirklich alles umrühren möchte. Ob das nun super pädagogisch und lehrreich für die Kleine ist, weiß ich nicht, aber wir singen dabei Lieder oder ich erkläre Ihr was ich mache und lass sie alles mal anfassen und ausprobieren. Zumindest verbringen wir Zeit miteinander und das ist doch mindestens genauso viel wert wie kleine Farbkarten und Wäscheklammern farblich aneinander zu bappen. Immerhin schaffe ich so nebenbei auch noch ein bisschen Haushalt.

Das hat mir nämlich auch noch niemand verraten: Wie ich in meine 24 Stunden am Tag alles unter bekomme. Haushalt, Kind, Job, Partnerschaft, Familie und Freundschaften.
Das heißt für mich nur, dass ich einige Aktivitäten und Pflichten kombinieren muss. Kind und Haushalt spielerisch verbinden geht ganz gut. Nicht immer, aber es ist bei uns tatsächlich oft machbar. Freundschaften und Kind geht auch noch zu kombinieren, zumindest bei Freundschaften die selbst Eltern sind und somit ein bisschen mehr Verständnis für kleine Nervensägen am Esstisch haben. Was sich allerdings absolut mit nichts anderem verbinden lässt, ist der Job. Das sind sechs bis acht Stunden am Tag, in denen alles andere liegenbleibt, auf mich wartet oder hinten ansteht.

Ich möchte auch auf keinen Fall jemand sein der nur meckert. Wenn man allerdings nach einem vollgepackten Tag  – voller Job-Blabla, Kita-Elterngespräche, Impftermine und Bockanfällen auf der Straße und Essensschlachten zum Abendbrot einfach der Akku leer ist, dann mache ich tatsächlich auch ab und an Findus und Petterson für Mara an oder lasse sie mit dem Tablet oder meinem Handy rumspielen. Schande über mich! Das wollte ich nie. Nie ! Nie! Nie! Ich habe mir früher immer vorgenommen, dass mein Handy / Tablet oder Laptop tabu für Kinderhände sind. Hat super geklappt.
Andererseits bin ich der Meinung, dass mein Kind dadurch keine Störung bekommt, Alpträume oder Epilepsie. Solange es nur ein paar Minuten am Tag sind in denen ich mich dafür ganz egoistisch nur mit meinem Partner über unsere Erlebnisse am Tag austauschen kann. Denn der steht seit der Geburt unserer Tochter ganz schön hinten an, aber das ist ein anderes Thema.

Wie handhabt Ihr das? Striktes TV oder Tabletverbot für Kinder?

# Abenteuer Urlaubswahl mit Kleinkind

Niemand hat sich wohl länger Zeit gelassen und getrödelt in Puncto-Ulaubsortwahl als wir. Wir haben so viel hin und her überlegt, so viel gelesen, geschaut, verglichen und wieder verworfen. So viel fast gebucht, drüber geschlafen und gecancelt. Wir sind soviel beklugscheissert und verbessert worden, mit Erfahrungen bombardiert und mit Reisewarnungen konfrontiert worden, dass wir am Ende einfach drauf gesch***en und Thailand gebucht haben. So!

Fast jeder aus dem näheren Umfeld guckt nur vorwurfsvoll, denkt sich seinen Teil, steuert ein “ Oh ehrlich? Wow mutig so mit Kleinkind“  hinzu und sagt nichts mehr. Wodurch leider auch die ehrliche Freude oder wenigstens das geheuchelte Interesse verloren geht. Keine Fragen zum „Wann?“, „Wohin genau?“, „Wie habt ihr euch das vorgestellt?“ oder „Wie lange fliegt Ihr?“ mehr kommen. Hmm…

Wieso machen sich immer alle Menschen Sorgen um ein Kleinkind in einem Flugzeug oder in einem fremden Land? Darf ich jetzt mit Kind nur noch für ein paar Tage zur Ostsee fahren um mich zu erholen? Darf man nicht in ein Land fahren dessen Kultur einen interessiert oder um dort schöne Erinnerungen zu sammeln? Überlebt das Kind es nicht, mal zwei Wochen einen verschobenen Rhythmus zu haben oder mal ausser der Reihe am Strand Mittag zu essen oder TV zu schauen im Flieger? Und was wird nur sein, wenn der Mittagschlaf ins Wasser fällt?

Ich selbst mache mir auch Gedanken um den Flug und wie alles kommen wird, allerdings hat es uns um ehrlich zu sein trotzdem nicht abgehalten diesen Thailand-Urlaub zu buchen. Die ganze Zeit des Zweifels war nur geprägt durch andere Leute, deren Meinung mir wichtig war. Ich wollte diesen Diskussionen aus dem Weg gehen und habe versucht es allen Recht zu machen.

Wir wollten schon viel teurere Urlaube buchen um einen gewissen Standard für Mara zu haben, wollten Aida fahren wegen des Ärzteteams an Bord und wir wollten auch „nur“ nach Gran Canaria fliegen um ihr diese lange Flugreise nicht anzutun.

Aber ganz ehrlich, andere Familien schaffen das doch auch. Wieso wir nicht? Organisation und gute Vorbereitung ist alles. Wenn man das gut plant, etwas voraus und um die Ecke denkt, wird es schon alles werden. Lieber zuviel als zuwenig einpacken ist immer eine gute Devise und den Rest werden wir schon schaukeln, ob 3 Stunden im Flieger oder 12 Stunden rumgebracht werden müssen – man kann das schaffen. Und Thailand liegt ja auch nicht hinter dem Mond. Man kann dort sicher auch einen Quetschie oder Ähnliches kaufen. Und wenn es Quetschies gibt, ist das Kind glücklich – um mehr geht es doch allen gar nicht. Ihr merkt schon, pädagogisch und bin ich ganz vorn dabei.

 

 

# Abenteuer Liebster Award

  1. Der Liebster Award ist eine Blogartikelserie, in der sich Blogger gegenseitig Fragen stellen und weitere Blogs mit neuen Fragen nominieren. Das Ziel ist die Vernetzung untereinander und die Leser können so mehr über den Blogger und seine Beweggründe erfahren.
    • Verlinke die Person, die dich nominiert hat
    • Beantworte die 10 Fragen die dir gestellt wurden
    • Nominiere 5 Blogs (oder weniger), die weniger als 200 Follower haben und mach sie darauf aufmerksam, dass du sie nominiert hast
    • Erstelle 10 (eigene) Fragen für die Nominierten

 

Ich wurde von der lieben Jungrabenmutter nominiert und werde mal sehen ob ich das Ganze hier hinbekomme.
Schaut doch auch mal auf Ihrem Block vorbei, ihr werdet es nicht bereuen. Versprochen.
Hier Ihre Fragen an mich. Und los:

 

  1. Wenn Du deinem Blog 5 Tags geben müsstest, welche wären das

# Familie #Zusammenhalt #Abenteuer #Alltagswahnsinn #Berlin

     2. Deine Familienkonstellation, also z.B.: 3 Kinder, 1 Mann, 2 Goldfische.

1 Kind, 1 Mann, 1 Job, wohnen im absoluten Parkplatzchaos und ein voller Terminkalender.

     3.Was ist dein Sternzeichen? Treffen diese Eigenschaften auch  auf dich zu?

Ich bin Schütze und bin etwas hin und her gerissen. Auf der einen Seite bin ich ehrlich, optimistisch und man kann mit mir Pferde stehlen. Auf der anderen Seite bin ich nicht mutig, was man wohl über Schützen sagt und bin auch keine Pferdenärrin, ehrlicherweise habe ich Angst vor Pferden.

     4. Eine Besonderheit an Dir. Egal, welcher Art.

Ich begeistere mich sehr schnell für neue Dinge, kann mich aber genauso schnell wieder entgeistern. Ich bin sehr sprunghaft. Und! Ich mache die besten Eierkuchen der Welt. 😀

       5. Das beste Buch, das du jemals gelesen hast?

Das eine Beste? Das weiss ich nicht, aber ich mag alle Bücher von Lilly Lindner und parallel dazu lese ich auch gern die Klassiker wie Jane Eyre von Charlotte Bronte oder Anna Karenina von Tolstoi.

       6. Meer oder Berge?

Meer! Definitiv Meer! Mit allen Wellen, mit allen Muscheln mit all dem Sand der überall an der Haut klebt.

        7. Was war die beste Entscheidung deines Lebens?

Hmm, die beste Entscheidung war wohl, dass ich letztens nicht die türkise Zahnbürste genommen habe, denn die gehörte wie sich später herausstelle gar nicht mir. Puh… Leben am Limit. 😀

        8.Inwiefern hat dich das Mutter-Werden verändert?

Ich bin definitiv geduldiger geworden und keineswegs mehr egoistisch. Ich finde basteln super und steh auf Kinderlieder im Auto. Au weia… ich weiss! Reinhard Mey geb ich mir mittlerweile bei Fahrten auch ohne Baby an Bord.

         9.DIY o. Kaufen, also: Marmelade selber kochen o. kaufen? Adventskalender basteln o. kaufen?

Auf jedenfall DIY! Ein Hoch auf Pinterest. Die Frage ist immer nur, wohin mit dem ganzen gebastelten Plunder. Thihi

        10. Was glaubst du, würde dein Altes Ich zu deinem Jetzigen Ich sagen?

„Wie schön, dass du ruhiger gewoden bist.“ „Gut, dass du in deinem Kopf etwas bunte Knete aussortiert hast“ und “ Ich bin stolz auf dich, dass Du so eine tolle Mami geworden bist!“

 

Ich nominiere bitte gerne:

Mutterseelesonnig und Noch ne Muddi!

Und hier die Fragen:

  1. Was hast Du Dir früher vorgenommen, als Mutter nie zu tun?
  2. Was für eine Mutter möchtest Du gern sein/bist Du?
  3. Was war der erste Gedanke nach der Geburt Deines / Deiner Kinder?
  4. Bist du in deinem Leben angekommen?
  5. Wer inspiriert Dich?
  6. Was motiviert Dich immer weiter zu machen, auch wenn es schwer wird?
  7. Süss oder Salzig?
  8. Wie lautet Dein Lebensmotto?
  9. Wovor hast Du Angst?
  10. Was liebst Du an Dir selbst?

Na dann ran an den Speck. 😉