# Abenteuer Autokindersitz

Niemand blickt am Anfang in diesem Dschungel an Kinderautositzen durch. Ich finde es gibt gefühlt eine Milliarde verschiedene Sitze für die Kleinen. Nach vorn blickend, Reboarder, mit drei verschiedenen Sitzpositionen von sitzend bis liegend und anders rum. Ich hab mich ewig davor gescheut mich in diese Thematik einzufuchsen, weil es mich einfach erschlagen hat, was es beim Kauf eines passenden Sitzes alles zu beachten gibt.
Aber irgendwann reicht die Babyschale eben nicht mehr aus. Man sollte die Gewichts- und Größenangaben auf dem Sitz beachten. Zudem sagt man, dass der Kopf nicht über den oberen Rand hinausragen sollte und ein Blick sollte auch auf die Gurte gehen, denn diese müssen direkt auf Schulterhöhe in den Sitz hineinlaufen. Haut davon ein Kriterium nicht mehr hin, sollte man sich wohl oder übel wenigstens mal umhören, denn diese spontanen Wachstumsschübe bringen Eltern sonst schneller in Zeitdruck einen Sitz zu finden als einem lieb ist.

Ja und irgendwann kam ich auch nicht mehr drum herum mich um einen neuen Autokindersitz zu bemühen. Wo fängt man denn an zu gucken, was muss man beachten und wie viel müsste man investieren um einen sicheren und guten Sitz zu finden?

Ich habe mir eine Menge Erfahrungsberichte angesehen und durchgelesen, mich im Bekannten- und Verwandtenkreis umgehört und gefühlt das halbe Internet verschlungen. Alle haben eine andere Meinung dazu und jeder weiß es ganz genau. Im Endeffekt habe ich mich auf die Meinung und die Tests des ADAC verlassen, denn die machen regelmäßig diese Crashtests mit Kinderdummies.
Klingt etwas gruselig und sieht erschreckend aus, aber so gibt es eben die besten Ergebnisse.

Dementsprechend und aufgrund dieser Basis haben wir uns für einen Reboarder entschieden.
Das ist ein Sitz in dem das Kind wie in der Babyschale weiterhin rückwärts mitfährt. Dies wird bis zu einem Alter von vier Jahren aufgrund der nicht so starken Nackenmuskulatur und des noch sehr schwachen Wirbelsäule der Kleinen empfohlen. Der Vorteil ist, dass sie bei einem eventuellen Frontalaufprall in den Sitz gedrückt werden und der Kopf nicht nach vorn ins Leere knallt wie bei einem Vorwärts gerichteten Sitz. Die Kraft die beim Aufprall wirkt, verteilt sich in diesen Reboardersitzen auf den kompletten Rücken und so vermeidet man Wirbelsäulenschäden oder Schlimmeres.
Es gibt ganz viele Vergleichsseiten und diese Sitze werden auch immer wieder verbessert. Deswegen schaut ruhig aktuell noch einmal, welcher Sitz grad sehr gut bewertet ist.

Wir haben für Mara 2016 den Reverso von Concord gekauft und sind super zufrieden.
Man kann in diesem den Sitz zweifach verstellen und etwas mehr in eine Liegeposition bringen und auch die Kopfstütze verändern, sodass sie genau an den Kinderschultern abschließt. Dieser Sitz ist nur mit Isofix zu befestigen, man spart sich das ewige Gurt gefummel aber somit ist er nicht für jedes Model passend. Darauf muss definitiv geachtet werden. Wir selbst bauen ihn ständig hin und her zwischen unseren beiden Autos, daher war das die bessere Variante.
Zudem ist es für große Personen, die oft zu zweit mit dem Auto unterwegs sind auch eine Einschränkung, da man den vorderen Sitz schon sehr weit Vorn stellen muss um den Reboarder hinter dem Beifahrersitz zu installieren.
Ich fahre meist allein mit meiner Tochter, daher ist das kein Problem. Fahren wir als Familie mal weg, dann sitzt einer eh zur Beschäftigung der Kleinen mit hinten. Somit passt alles gut.

Damit ich sie sehen kann, wenn ich allein fahre, habe ich an die hintere Kopfstütze einen Spiegel geheftet. So sieht Sie mich und ich kann sie auch über meinen Rückspiegel beobachten und sehen ob alles gut ist.

Ich finde Sicherheit ist der wichtigste Aspekt bei der Wahl eines Kindersitzes und deswegen gab es keine andere Option für uns als einen Reboarder.

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